Kinderkrankheit Preudokrupp – Symptome, Erkennung, Behandlung



Ich kann davon mittlerweile ein Liedchen singen, bin aber nicht stolz darauf. Ich weiß jetzt wie es ist, wenn bei einem Kind der Pseudokrupp ausbricht.

Für uns Elternteile ist das oft noch viel schlimmer als für unser Kind. Ein Pseudokrupp entwickelt sich leider sehr schnell aus einer normalen Erkältung heraus. Hierbei hat das Kind erstmal nur die normalen Anzeichen einer Erkältung. Nase dicht, Niesen und allgemeines Unwohlsein. Auf einmal geht die Husterei los und erschreckt das unbedarfte Elternteil sehr.

Aufgrund der trockenen Atemwege wird der Husten nicht lang danach bellend und trocken. Das war der Moment als ich es mit der Angst zu tun bekam. Was tun wenn es noch schlimmer wird? Wie schlimm kann’s werden?

Das ist jetzt keine Zeit den Helden zu spielen!

Ein Profi muss her! Natürlich brach dieser bellende Reizhusten am Wochenende aus, so dass der Besuch beim Kinderarzt direkt ausgeschlossen war. Also geht’s direkt ab in die Kinder-Notaufnahme. Lieber einmal zu oft als einmal zu wenig. Vor Fahrtantritt und auf der Fahrt dahin ist es wichtig, dass das Kind ruhig ist und bleibt. Beim Pseudokrupp schwillt im Hals des Kindes so ziemlich alles an was da ist. Dadurch wird die Atmung erschwert – das kann bis zur Atemnot führen und dann wird’s einfach knapp.

Also Ruhe bewahren und vor allem ausstrahlen. So bleibt auch das Kind cool und es ist genug Zeit eine angemessene Behandlung einleiten zu lassen. In der Notaufnahme angekommen teilen wir die Symptome: bellender Husten, Schnupfen und leichtes Fieber mit. Wir wollten halt auf Nummer sicher gehen. Ein warmes Lächeln der Ärztin und die Botschaft: “Gut dass Sie gleich hergekommen sind, spätestens in der Nacht wären Sie auf jeden Fall hier gelandet.” beruhigt uns wieder.

Die Diagnose: Pseudokrupp. Die Krankheit die die Eltern oft sehr schreckt, denn der Sprößling klingt beim Husten einfach fürchterlich. Die Behandlung ist kurz und auch schmerzlos. Das Kind bekommt ein Kortisonzäpchen und inhaliert anschließend noch 5-10 Minuten eine kortisonhaltige Lösung. Dann kann er auch schon wieder entlassen werden.

Als Tipp für zuhause: Als Schnellreaktion bei erneuter Verengung der Atemwege: Mit dem Kind schnell raus an die frische Luft oder setzt Euch mit dem Kind einfach warm eingepackt vor die geöffnete Tür des Gefrieschranks oder Gefrierfaches. Weiterhin Ruhe bewahren und vermitteln. Wir bekommen noch ein Kokrtisonzäpchen für den Notfall mit nach Hause. Das Verabreichen des zweiten Zäpchens ist in der Regel aber nicht nötig. So war es dann auch bei uns. Die Erkältung klingt bei entsprechender Pflege (Hausmittelchen, Zuneigung und Ruhe) auch schnell ab.

Das erste Pseudokrupp-Erlebnis ist definitiv ein Bleibendes. Eine lesenswerte Zusammenfassung zum Pseudokrupp gibt’s hier

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geschrieben am: 11. Dezember 2010 – 16:03 Uhr


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